Wie wir uns verlieben

„Als ich neulich abends mit Kumpels in einem Club war, fiel mir sofort eine Frau auf, lange dunkle Haare und mit einem bezaubernden Lächeln. Ich lud sie zu ein paar Drinks ein und wir unterhielten uns supernett. Das ging solange, bis ich ein weiteres Bier bestellen wollte und sie mich fragte, ob ich immer so viel Alkohol trinken würde. Da war’s für mich gelaufen.“ Das erzählte Armin bei einem Coachinggespräch. In der Vergangenheit gab es mehrere Ereignisse dieser Art und er wollte wissen, warum er auf bestimmte Fragen so heftig reagiert und das Weite sucht.

Wir alle regieren auf bestimmte Auslöser nach einem, unserem individuellen Muster. Die Reaktion wird maßgeblich von dem bisher Erlebten beeinflusst und gesteuert und läuft überwiegend unterbewusst ab. Deshalb sind Menschen sich häufig auch nicht bewusst, warum sie in Situationen so reagieren, wie sie reagieren.

Die Reaktionsmuster sind auch bei der Partnersuche und der Partnerwahl scharf geschaltet, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Auf Menschen, deren Habitus unseren Mustern entspricht, reagieren wir positiv, im anderen Fall negativ.

Der Denkfehler ist, dass wir annehmen, dass die Menschen so seien. Richtig ist, dass ein Verhalten, eine Aussage, eine Geste, ein Geruch oder irgendetwas anderes des Anderen durch das eigene Raster läuft und interpretiert wird. Insofern verlieben wir uns in den Menschen, dessen Verhalten am besten unseren Beziehungsmustern entspricht.

Das ist auch der Grund, warum Menschen in Partnerschaften immer wieder gleiche oder ähnliche Erfahrungen machen. Sie verlieben sich in einen immer ähnlichen Menschentyp, scheinen diesen regelrecht anzuziehen und machen somit im Laufe der Beziehung immer wieder gleiche Erfahrungen.

Freunde stellen fest, „der/die gerät immer an die falschen Frauen/Männer“. Das stimmt, liegt allerdings nicht an den jeweiligen Partnern, sondern am persönlichen Raster, nach welchem die Partner ausgewählt werden.

Frühere Erfahrungen sind weder gut, noch sind sie schlecht. Sie werden erst durch die persönliche Bewertung positiv oder negativ. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit, aus denen die Beziehungsraster entstanden sind, können nicht gelöscht oder einfach vergessen werden. Man kann sie sich jedoch bewusst machen, sie also aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein verlagern und die Schlussfolgerung, die man daraus gezogen hat, überprüfen und gegebenenfalls neu bewerten.

Bei Armin war es so, dass sein Vater häufig viel Alkohol konsumierte, seiner Mutter das missfiel und sich daraus heftige, lautstarke Streitereien entwickelten, später sogar Handgreiflichkeiten. Dies war dann mit Grund für die Scheidung der Eltern. Die an sich unverfängliche Frage seiner Bekanntschaft, ob er häufig Alkohol trinke, löste bei Armin unschöne Erinnerungen aus seiner Kindheit aus, er fühlte sich in der Rolle seines Vaters und an das Ende der Beziehung seiner Eltern erinnert.

Liebe kann man nirgends lernen und Gefühlsmanagement wird an keiner Universität gelehrt. Wir setzen einfach voraus, dass wir das können, irgendwie halt. Die hohen Scheidungsraten implizieren, dass es in diesem Bereich erhebliche Defizite gibt. Die Dunkelziffer unglücklicher Ehen und Beziehungen dürfte noch um ein Vielfaches höher sein.

Was machen die meisten? Einfach weiter. Das ist zwar auch eine Möglichkeit, allerdings keine, die zu Glück, Lebensfreude und Begeisterung führt. Sie möchten es anders machen? Dann beginnen Sie jetzt, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Das geht ein gutes Stück alleine. Gute Freunde können auch unterstützen. Oder besuchen Sie ein entsprechendes Seminar oder wenden Sie sich gleich an einen Single- oder Paarcoach. Einige mit viel Erfahrung finden Sie bei RIA GOEHLER Coaching.

Das Ziel ist ein glückliches, zufriedenes Leben mit Freude und Begeisterung. Mit weniger sollten Sie sich nicht zufriedengeben!

 

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