Wie Sie Ihre Partnerschaft beflügeln oder retten

von Martin Göhler

Die Situation mag überspitzt sein. Tatsache ist, dass in mehr als zwei Dritteln aller Ehen, Partnerschaften und Beziehungen ein solches Muster in mehr oder weniger starker Ausprägung existiert. In 2017 ließen sich 154.000 Paare scheiden, die Zahl der Beziehungen, die beendet wurden, dürfte weit höher sein. Eine Scheidung oder Trennung heißt Game over, nichts geht mehr. Voraus ging immer eine mehr oder weniger lange Zeit der Gleichgültigkeit, des Nebeneinanderherlebens, fehlender Kommunikation, wenig Nähe, Streit, wenig oder gar kein Sex, zumindest kein gemeinsamer mehr, Fremdgehen und viele gegenseitige Verletzungen. Die anfängliche Liebesbeziehung ist zu einer Zweckgemeinschaft geworden. Beide Partner haben das Gefühl, „hier stimmt doch was nicht“ oder „war das schon alles“ oder „so hatte ich mir mein Leben nicht vorgestellt“. Das Erstaunliche ist, dass nicht viel mehr Paare in dieser Phase des aufziehenden Unwetters aktiv werden und die Beziehung „regenfest“ machen. Man lässt es laufen, es ist ja „nicht schlecht“, „zumindest bin ich versorgt“, „so bin ich halt“ oder „er/sie ist eben so“.

Träume und Wünsche wurden dem Alltag geopfert, ohne dass man auch nur im Entferntesten auf die Idee kommt, dass dies weder der „normale“ Verlauf einer Beziehung ist, noch der zwangsläufigen Entwicklung von länger andauernden Beziehungen entspricht.

Abwärtsspirale stoppen

Gerne würde man die Paare schütteln und ihnen sagen „werdet endlich aktiv und tut etwas für Eure Partnerschaft, pflegt Eure Beziehung, wacht auf“ – bevor der Point of no Return erreicht ist, einer oder beide Partner sich anderweitig orientieren, fremdgehen oder man nebeneinander her lebt und nicht mehr miteinander.

Wer jetzt denkt, „ist doch klar, dass eine Beziehung nach sechs Monaten/einem Jahr/fünf Jahren nicht mehr so prickelnd, so stürmisch und so leidenschaftlich ist, wie damals, als man sich kennenlernte“, begibt sich damit in die Beziehungssackgasse, gibt auf und resigniert.

Natürlich verändert sich eine Beziehung im Laufe der Zeit, man lernt den anderen intensiver kennen, auch seine Macken. Aber wo steht geschrieben, dass die „Beziehungsintensitätsspirale“ dadurch nach unten gehen muss und nicht nach oben? Warum denken viele Paare, ihre Beziehung müsse sich negativ entwickeln und haben keine Idee davon, dass es im Laufe der Jahre auch andersherum gehen könnte und immer besser wird? Wo ist festgelegt, dass Partnerschaft und Zweisamkeit nicht mehr stattfindet, wenn aus der Paarbeziehung eine Familie entsteht und Kinder dazukommen?

Im Paarcoaching erzählen die Klienten häufig von einer Art schleichender Entwicklung in ihrer Partnerschaft, die sie irgendwann an einen Punkt gebracht hat, mit dem häufig zunächst einer der beiden Partner nicht mehr zufrieden ist, die Beziehung in dieser Form nicht mehr bereit ist fortzusetzen. Im Gespräch fragen wir dann, wann genau der andere „vom Podest“ geholt wurde, auf dem er stand, als man sich in ihn verliebte, was passiert ist und was die Reaktion darauf war. Fast immer ist es so, dass der andere etwas gesagt, getan oder nicht getan hat, was man selbst aber erwartet hätte. Aber anstatt dies zu kommunizieren, wird es runtergeschluckt, das grummelnde Gefühl in der Magengegend, welches einem signalisiert, hier stimmt etwas gerade nicht, ignoriert. Der Stachel sitzt allerdings und bei der nächst besten Gelegenheit zahlt man dem Partner sein Fehlverhalten meist unterbewusst heim. Der wiederum reagiert nach gleichem Schema und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf, die Beziehungsspirale dreht sich nach unten und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem einer oder beide Partner nicht mehr miteinander wollen oder können.

Ein Weg aus dem Teufelskreis ist möglich und prinzipiell auch einfach. Die Paare müssen wieder anfangen zu kommunizieren, sich die Wahrheit sagen, eigene Gefühle, Wünsche und Befindlichkeiten, aber auch Verletzungen und Respektlosigkeiten mitteilen, Bedingungen stellen und die des anderen erfüllen. Voraussetzung dafür ist bei beiden die Absicht einer gemeinsamen, glücklichen und erfüllten Beziehung.

Sitzt „der Karren so tief im Dreck“, dass man ihn alleine nicht mehr herausziehen kann, kann man sich Hilfe und Unterstützung bei einem erfahrenen Paarcoach suchen. Klar, das kostet ein paar hundert Euro. Aber ein unzufriedenes, unglückliches Leben, eine Trennung oder Scheidung, das Zerbrechen einer Familie kostet viel, viel mehr.

Mehr geht immer

Funktioniert eine Beziehung, sind beide Partner glücklich und zufrieden, ist das auch nicht das Ende der Fahnenstange. Das Auto wird ein- oder zweimal im Jahr gewartet, die persönliche Vitalität wird einem regelmäßigen Check-up unterzogen. Ebenso gut könnte man einen regelmäßigen Beziehungs-Check-up machen, nachschauen, ob alles weiterhin passt oder aber auf die Idee kommen, dass auch in guten Beziehungen mehr möglich ist. Es muss nicht schlecht sein, um noch besser zu werden. Gemeinsame Beziehungsentwicklung führt zu noch mehr Lebensfreude und Begeisterung.

Ein Arzt ist Gesundheitsspezialist und ein Paarcoach ist Beziehungsspezialist. Warum sich also nicht auch beim Beziehungs-Check-up von einem Profi unterstützen lassen?

Die Qualität einer Beziehung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und beeinflusst sie. In erster Linie auf die Familie, aber ebenso auf Job, Karriere, Freunde, Freizeit und andere mehr. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Menschen, die mit und in ihrer Beziehung glücklich und zufrieden sind, nicht nur länger und gesünder leben, sondern auch glücklichere Kinder haben, produktiver und erfolgreicher im Beruf sind.

Insofern, bleiben Sie nicht unter Ihren (Beziehungs-) Möglichkeiten, finden Sie sich mit unbefriedigenden Beziehungssituationen nicht ab, resignieren Sie nicht! Tun Sie stattdessen etwas, werden Sie aktiv!

Wenn Sie alleine nicht weiterkommen, dann rufen Sie uns an oder schreiben uns eine Mail.

 

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