Die Qual der Wahl bei der Partnersuche

Was Joghurt und Partnersuche gemeinsam ist

Ein Esel steht vor zwei identischen Heuhaufen und kann sich nicht entscheiden, welchen er fressen soll. Er überlegt und überlegt und überlegt, solange bis er schließlich verhungert ist. Über diese Parabel aus der Antike mag man lachen. Häufig stehen wir Menschen aber vor dem gleichen Dilemma: Wir haben verschiedene Möglichkeiten und Schwierigkeiten, uns zu entscheiden. Wenn keine der Alternativen überzeugt, entscheiden wir uns, keine Entscheidung zu treffen – was im Übrigen auch eine Entscheidung ist.

Wer im Supermarkt aus 25 verschiedenen Joghurts auswählen soll, entscheidet sich häufig für ein Joghurt, welches er kennt und schon früher einmal gekauft hat, wenn es damals geschmeckt hat und er mit seinem Einkauf zufrieden war. In der Regel lässt sich die Auswahl verschiedener Angebote aufgrund bestimmter Faktoren (Sorte, Preis etc.) reduzieren, es stehen aber immer noch einige zur Auswahl bei denen eine Differenzierung fehlt.

Bei der Partnersuche ist es ähnlich. Wer online einen Partner finden möchte, wirft seine Angel zwar im großen Teich aus, weiß aber nicht, ob und gegebenenfalls welcher Fisch anbeißt. Es gibt Angebote, bei denen ein Computeralgorithmus Antworten bewertet und damit eine Vorauswahl durchgeführt wird. Eine solche Vorgehensweise mag der Differenzierung gegenüber anderen Anbietern dienen, der Partnersuche meist weniger, da sie entweder nach dem Motto „gleich und gleich gesellt sich gerne“ oder „Gegensätze ziehen sich an“ konzipiert sind. Für beide Ansätze gibt es Pros und Contras, keiner von beiden berücksichtigt den Fakt, dass für eine Partnerwahl viel mehr Kriterien den Ausschlag geben, gemeinsame Interessen zwar verbinden können, für das Gelingen und das Glück in einer Partnerschaft jedoch sekundär sind.

Das Internet hat die Partnersuche verändert und über regionale und nationale Grenzen hinweg möglich gemacht. Die Größe des Pools führt allerdings weder zu mehr, noch zu besseren Entscheidungen. Auf Basis eines Schnappschusses und einigen Statements im Profileintrag soll Interesse geweckt werden. Im Gegensatz zu einem zufälligen Treffen „im wirklichen Leben“ wird die Erstauswahl beim Onlinedating aufgrund von Eindrücken aus deutlich weniger Kanälen getroffen, was die Qual der Wahl nicht reduziert, im Gegenteil.

Wie beim Joghurt greifen Menschen mangels anderer Differenzierungsmöglichkeiten auf bekannte Entscheidungsmuster zurück. Was schon einmal funktioniert hat, sollte auch ein weiteres Mal klappen. Menschen orientieren sich unbewusst an früheren Erfahrungen. Singles verwenden bei ihrer Partnersuche häufig Muster, die in einer früheren Beziehung gerade nicht dazu beigetragen hat, eine dauerhaft glückliche Partnerschaft aufzubauen. Dies mag einer der Gründe sein, warum Menschen häufig den Eindruck haben, immer an den falschen Partner oder an Partner mit ähnlichen Eigenschaften zu geraten. Das liegt dann weniger an den Partnern, als vielmehr an den persönlichen Auswahl- und Suchkriterien.

Wenn die Ergebnisse häufig nicht die gewünschten oder beabsichtigten sind, kann es sich lohnen, die persönlichen Suchmuster genauer unter die Lupe zu nehmen und einen Beziehungs-Checkup durchzuführen. Was bei der eigenen Gesundheit heute selbstverständlich ist, kann auf den Bereich Beziehung, Partnerschaft und Familie 1 zu 1 übertragen werden. Mit einem Single- oder Paarcoach kommen Sie sich selbst auf die Schliche und können Ihre Muster ändern. Als Single verändern Sie Ihre bisherige Sichtweise und verlassen bisherige Standpunkte, als Paar haben Sie die Chance, eine „funktionierende“ Beziehung in eine erfüllte und glückliche Partnerschaft zu verändern.

Ohne Angebot geht es nicht. Aber unabhängig davon, ob Sie offline oder online oder mit Unterstützung einer klassischen Partnervermittlung Ihren Partner finden möchten: Eines erspart Ihnen niemand, eine Entscheidung zu treffen.

RIA GOEHLER – zum Glück Ihr Partner.

Zurück

Einen Kommentar schreiben