Das war’s. Jetzt geht es los.

von Martin Göhler

Machen Sie das, was Sie wollen.

Jahresende ist die Zeit der Jahresrückblicke. Geht es Ihnen auch so, dass Sie manchmal erstaunt sind, was dieses Jahr alles geschehen ist und wie viel man davon schon wieder vergessen hat? Wie sieht Ihr persönlicher Jahresrückblick aus? Gab es mehr positive als negative Ereignisse? Menschen neigen dazu, Dinge, die nicht so waren, wie sie hätten sein sollen, stärker zu erinnern, als das, was funktioniert hat. Das liegt vermutlich an den Steinzeitgenen, die immer noch auf Überleben programmiert sind und Gefahren anders kategorisieren als Freude und Genuss. Zu den „Gefahren“ im weiteren Sinn zählen auch ein versalzenes Essen, ein unfreundlicher Verkäufer, gestiegene Benzinpreise, Streit mit dem Partner oder ein defektes Smartphone.

Die positiven Momente werden zwar als solche wahrgenommen, man fühlt sich wohl und genießt sie. Sie bleiben jedoch nicht so nachhaltig im Gedächtnis, wie die anderen. Wie wäre es, sich diese Erinnerungen zurückzuholen, bei dem persönlichen Rückblick an all die Dinge zu denken, die funktioniert haben, an die Erfolge im letzten Jahr, die Wohlfühlmomente, an Kontakte mit lieben Menschen, die Freude gemacht haben.

Ob positiv oder negativ, alles, was im zu Ende gehenden Jahr war, ist Geschichte. Es ist vorbei und nicht mehr zu ändern. Daher ist es auch eine gute Empfehlung, dem Erlebten zuzustimmen und den Standpunkt einzunehmen, dass es so wie es war, hat sein sollen. Zustimmen heißt nicht, etwas gut zu finden, aber weiter darüber zu lamentieren, ändert vergangene Ereignisse nicht. Wäre es da nicht besser, mit den gemachten Erfahrungen zu überlegen, was man in Zukunft anders machen möchte?

Bei jedem Jahreswechsel haben neue Vorsätze genauso Hochkonjunktur, wie Artikel, die Ihnen ultimative Tipps geben, wie Sie diesmal die Vorsätze auch durchhalten. Weniger Stress, mit dem Rauchen aufhören, Abnehmen und mehr Sport machen, sind die häufigsten Vorsätze. Relaxen Sie. Wenn Sie Spaß daran haben, fassen Sie Vorsätze für das kommende Jahr. Genauso gut ist es, die Jahresplanung Anfang Januar zu machen. Und wenn Sie nicht planen möchten, dann ist das so. Ein schlechtes Gewissen oder schlechte Gefühle muss man dabei nicht haben. Das Jahr 2019 besteht aus 365 Tagen. Das bedeutet, Sie haben 365 Mal die Möglichkeit, etwas Neues zu beginnen, ein Laster aufzugeben, mehr Sport oder was auch immer Ihnen gefällt zu machen. Sie sind der Maßstab, an dem Sie sich messen können. Lassen Sie sich von niemandem etwas Anderes erzählen. Um notorische Nörgler, Dauerbesserwisser, programmatisch Unzufriedene, kategorische Pessimisten und Menschen, die Ihnen erzählen, wie das Leben angeblich funktioniert, machen Sie am besten einen Bogen. Sollen sie ihre Energien doch untereinander austauschen.

Das Leben ist viel schöner, als es manchmal scheint und nach jedem Regenschauer folgt auch wieder Sonnen. Bleiben Sie gelassen und dankbar, genießen Sie das Positive, was Sie 2019 erleben werden und seien Sie gewiss, dass alles andere nur temporär ist. Ein schönes neues Jahr.

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