Glückliche Beziehung – 5 Dinge, die glückliche Paare anders machen

von Martin Göhler

Mit 5 Glücks-Kicks für neuen Schwung in der Partnerschaft

Was unterscheidet eine gute Beziehung von einer schlechten? Wie entscheidend sind Spaß, Sex und Streit für die Zufriedenheit in einer Partnerschaft? Eine neue Studie zeigt, was glückliche Paare anders machen, als unglückliche und unzufriedene Paare. Möchten Sie in Ihrer Partnerschaft etwas ändern und Ihrer Beziehung neuen Pep geben?

5 Glücks-Kicks verraten Ihnen, wie’s geht.

Was machen glückliche Paare anders, als unglückliche? Die Online-Partnervermittlung Elitepartner hat in einer repräsentativen Umfrage 2.880 Paare befragt. Herauskamen dabei 5 Faktoren, die den Unterschied ausmachen sollen.

 

#1 Teamwork und Unterstützung

Unterstützung im Alltag, Hilfestellung und Mitgefühl in schwierigen Situationen vom Partner zu bekommen – das ist bei 88 Prozent der glücklichen Paare so, aber nur bei gut der Hälfte der unglücklichen (58 bzw. 51 Prozent).

Ein gutes Teamwork, Verlässlichkeit und Berechenbarkeit des Partners sind Faktoren, die die Partner in langjährigen Beziehungen schätzen. Das stärkt und fördert das gegenseitige Vertrauen, ein weiterer wichtiger Glücksfaktor.

 

Glücks-Kick #1: Bilden Sie mit Ihrem Partner ein gutes, optimales Team? Vertrauen Sie ihm oder ihr vorbehaltlos und würden jederzeit die Hand für ihn oder sie ins Feuer legen? Nein? Überlegen Sie, was wann konkret geschehen ist. Was hat Ihr Vertrauen erschüttert und Sie beide nicht mehr als Team agieren lassen. Möglich, dass im Laufe der Zeit weitere Verletzungen dazugekommen sind und an Ihrer Beziehung genagt haben. Mit jedem „Schlag“ stirbt eine Beziehung dann ein bisschen mehr.

Haben Sie den Punkt gefunden? Dann überlegen Sie, was konkret Sie verletzt hat und warum das so war? Anschließend sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber. Sagen Sie ihm, was Sie verletzt hat und warum. Geben Sie ihm die Möglichkeit, seine Sicht zu äußern. Machen Sie daraus keine Anklage, sondern schildern Sie Ihre Sicht der Dinge. Seien Sie sich dabei bewusst, dass es Ihre Meinung und Ihre Schlussfolgerungen sind und Ihr Partner es völlig anders sehen könnte.

 

#2 Spaß und Tiefgang

Lachen, ausgelassen sein, miteinander Spaß haben, Fröhlichkeit und Lässigkeit – 84 Prozent der glücklichen Paare haben das oft oder sehr oft. Nur 47 Prozent der weniger zufriedenen Paare haben regelmäßig Spaß miteinander, 21 Prozent sogar selten oder nie. Intensiven Austausch miteinander, Diskussionen und Erlebnisse des Tages haben zwei Drittel (67 Prozent) der zufriedenen, aber nur rund ein Drittel der unzufriedenen Paare.

Miteinander sprechen, dem anderen Zuhören und Teilnahme am Leben des anderen, füreinander Zeit haben und sich Zeit nehmen, echtes Interesse für die Themen des anderen sind für das Glück in einer Partnerschaft elementar.

 

Glücks-Kick #2: Wie war Dein Tag, Liebling? Wann haben Sie das zuletzt gefragt oder Ihr Partner Sie? Wann haben Sie zuletzt mit Ihrem Partner herzhaft gelacht oder sich gegenseitig freundschaftlich geneckt? Ist Humor ein fester Bestandteil Ihrer Beziehung? Tauschen Sie sich regelmäßig über Ereignisse aus, die der jeweils andere erlebt hat? Wann haben Sie Ihrem Partner das letzte Mal zugehört und er Ihnen?

Was war am Anfang Ihrer Beziehung anders? Was konkret ist geschehen, was den gemeinsamen Spaß und das Interesse am anderen zum Schwinden gebracht hat? Bestimmen Alltag und Gewohnheit Ihre Beziehung? Setzen Sie dieses beiden Gesellen vor die Türe und informieren Sie Ihren Partner darüber. Sagen Sie, was Sie sich von ihm oder ihr wünschen. Vor allem Männer erfüllen ihrer Partnerin gerne ihre Wünsche – wenn sie sie denn kennen würden. Richten Sie sich einen festen Abend pro Woche ein, der nur Ihnen beiden gehört, und unternehmen Sie zusammen etwas, gehen Sie in Ihr Lieblingsrestaurant oder ins Kino. Lassen Sie Sorgen und Schwierigkeiten bewusst an diesem Abend zu Hause und sorgen Sie dafür, dass Sie beide Spaß haben und sich amüsieren.

 

#3 Freiraum und in Kontakt bleiben

Glücklich zu zweit bedeutet nicht, als siamesische Zwillinge durchs Leben zu ziehen. 76 Prozent der glücklichen Paare haben die Zeit für sich, die sie sich wünschen. Bei unzufriedenen Partnern ist das nur bei 63 Prozent der Fall. Mit WhatsApp & Co. ist es möglich, Kontakt zu halten, wenn man eigenen Interessen nachgeht. Ein Anruf kann dank Smartphone in nahezu jeder Situation dazwischengeschoben werden. 75 Prozent der glücklichen kommunizieren häufig oder sehr häufig, wenn sie nicht gemeinsam unterwegs sind. Von den unzufriedenen Paaren geben 32 Prozent an, in diesem Fall überhaupt nicht zu kommunizieren.

Wie viel Zeit zu zweit und Zeit alleine jede Beziehung und jeder der Partner braucht, ist individuell unterschiedlich. Eine grundsätzliche Empfehlung hierzu kann es nicht geben und ein Aufrechnen trägt sicher nicht zur Zufriedenheit bei. Passend ist es dann, wenn es für beide Partner stimmig ist und sie mit der Aufteilung zufrieden sind. Eigenen Interessen nachzugehen, Freundschaften zu pflegen ist für die Beziehung belebend. Dazu muss das Vertrauen stimmen (→ Glücks-Kick #1).

 

Glücks-Kick #3: Haben Sie den Freiraum, den Sie sich wünschen? Wie ist es mit Ihrem Partner? Oder führt dieser Punkt bei Ihnen zu regelmäßigen Diskussionen? Wann haben Sie Ihrem Partner zuletzt mit einer kurzen Nachricht signalisiert, dass Sie gerade an ihn denken, sich auf das Wiedersehen oder den gemeinsamen Abend freuen? Meist ist Eifersucht der Grund dafür, den Freiraum des anderen einzuschränken und zu kontrollieren. Eifersucht hat in der Regel nichts mit dem anderen zu tun, sondern ist Ausdruck des eigenen Misstrauens und von fehlendem Selbstbewusstsein, ein erster Ansatzpunkt für Veränderung.

Wenn allerdings Freiraum die Regel und Zweisamkeit die Ausnahme davon ist, fragen Sie sich, ob Sie noch genauso attraktiv für den Partner sind, wie zu Beginn Ihrer Beziehung, als Sie jede freie Minute miteinander verbracht haben. Es ist wenig verlockend, wenn zu Hause ein ewig nörgelnder, unzufriedener Mensch mit einem Sack voller Vorwürfe wartet. Meist gibt es dann ein grundsätzliches Problem in der Partnerschaft, welches professioneller Unterstützung bedarf.

 

#4 Sex und Komplimente

Je glücklicher die Beziehung, desto mehr Zweisamkeit und Sexualität? Die Studie bestätigt das nur für knapp 60 Prozent der glücklichen Paare, die übrigen sind auch mit weniger Zeit für Zärtlichkeit glücklich. Sind die Paare mit ihrer Beziehung unzufrieden, sinkt dieser Wert auf 25 Prozent. Selten oder nie Zeit für Sex und Zärtlichkeiten nehmen sich nur 12 Prozent der zufriedenen Paare, in unzufriedenen Beziehungen schnellt dieser Wert auf 47 Prozent.

Mit Anerkennung und Komplimenten wird in glücklichen Beziehungen großzügig umgegangen. Nur 10 Prozent der Interviewten fehlt die Wertschätzung, bei den unzufriedenen Paaren sind es mehr als viermal so viel.

Die Studie belegt, dass bei der Sexualität die Quantität keine Rolle spielen muss. Es gibt auch keine Faustregel, wie häufig man Sex haben sollte, um eine glückliche Beziehung zu haben. Entscheidend ist, ob die Partner zufrieden sind oder nicht – und das hängt der Studie zufolge nicht an der Häufigkeit. Eine Partnerschaft durchläuft im Laufe der Zeit verschiedene Phasen. Die Partner entwickeln sich weiter, die Beziehung verändert sich. Das betrifft auch die Sexualität.

 

Glücks-Kick #4: Sind Sie mit der Nähe, Zweisamkeit und der Sexualität in Ihrer Beziehung zufrieden? Was fehlt Ihnen? Wovon hätten Sie gerne mehr, wovon weniger? Wann haben Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zuletzt ein Kompliment gemacht? Wann haben Sie ihm oder ihr das letzte Mal gesagt „Ich liebe Dich“?

Die Sexualität kann ein Gradmesser in der Beziehung sein, muss es aber nicht. Wenn beide zufrieden und glücklich sind, perfekt. Vermisst einer jedoch etwas, wirkt sich das auf die Qualität der Partnerschaft aus. Besprechen Sie Punkte mit Ihrem Partner und sagen Sie ihm, was konkret Sie vermissen. Auch in langjährige Beziehungen sollte Raum für Lust und Leidenschaft sein. Falls nicht, lassen Sie sich etwas einfallen. Hilfreich ist, sich dabei die ersten Monate Ihrer Beziehung ins Bewusstsein zurückzuholen. Und, kleine Geschenke und Komplimente halten die Liebe frisch.

 

#5 Streit und Auseinandersetzungen

Streit gibt es in den besten Familien – und tatsächliche geben nur sechs Prozent aller befragten Paare an, sich nie zu streiten, unabhängig ob zufrieden oder unzufrieden. Während jedoch die glücklichen Paare angeben, sich sehr oft oder oft mit dem Partner zu streiten, sind es bei den unglücklichen Paaren 40 Prozent. Auch bei der Versöhnung nach einem Streit gibt es Unterschiede: 80 Prozent der zufriedenen Paare versöhnen sich schnell wieder, bei den unzufriedenen sind es dagegen nur 48 Prozent.

Auseinandersetzungen, Streit und unterschiedliche Auffassungen kommen vor. Entscheidend ist, wie die Partner die Situation handhaben und mit ihr umgehen. Wer den Partner verbal verletzt, ihm Vorwürfe macht, ihn entwertet oder in die Ecke drängt, wer immer das letzte Wort haben muss, gefährdet auf Dauer die Beziehung. Wenn es nicht um Lösungen geht, sondern ums Recht haben, stimmt in der Partnerschaft etwas nicht.

 

Glücks-Kick #5: Worum geht es bei Auseinandersetzungen in Ihrer Beziehung? Geht es häufig um das oder dieselben Themen? Gibt es ein Dauerstreitthema, was Sie schon lange begleitet? Haben Sie eine Streitkultur oder fliegen die Fetzen? Knallen Sie im Streit manchmal Dinge raus, die Ihnen später leidtun? Wenn Sie etwas stört, sage Sie das sofort oder warten Sie, bis das Fass überläuft?

Bei Auseinandersetzungen in Beziehungen steckt häufig anderes dahinter, als der konkrete Streitanlass vermuten lässt. Was bekommen Sie nicht vom Partner, weshalb er nicht von Ihnen bekommt, was er möchte? Finden Sie genau das heraus und besprechen das mit Ihrem Partner. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn die Wogen sich wieder geglättet haben, also nicht gerade im „Auge des Taifuns“.

 

Sind Sie glücklich mit Ihrem Partner und zufrieden mit Ihrer Beziehung?

Bei einem „Nein“ sollten Sie den oder die Gründe dafür finden und mit Ihrem Partner darüber sprechen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Schere weiter auseinandergeht und Ihr Partner und Sie irgendwann getrennte Wege gehen. Ein erheblicher Anteil der Scheidungen und Trennungen wäre vermeidbar, wenn die Partner rechtzeitig aktiv werden würden.

Lautet Ihre Antwort „Ja“: Prima, freuen Sie sich! Sie müssen die Hände trotzdem nicht in den Schoss legen, sondern können überlegen, was Sie tun, damit das so bleibt. Und, wenn Sie glücklich und zufrieden sind, ist das kein Hindernis, noch glücklicher und noch zufriedener zu werden.

Haben Sie ein glückliches Leben!

RIA GOEHLER – zum Glück Ihr Partner.

Über den Autor...

Martin Göhler ist erfolgreich als Single- und Paarcoach tätig. Mit Unternehmen arbeitet er als Beziehungscoach und unterstützt die Optimierung der Zusammenarbeit von Teams und Mitarbeitern.

Expertisen sammelte er in über 25 Jahren in leitender Funktion in mehreren Wirtschaftsunternehmen sowie in vielen Business- und Lifecoachings. Mehr als 30 Jahre glückliche Partnerschaft und drei erwachsene Kinder bereichern sein Leben und prägen ihn. In den letzten Jahren hat er in verschiedenen Medien zahlreiche Beiträge rund um das Thema Partnerschaft und Beziehung veröffentlicht.

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