Altlasten bei der Partnersuche – Wie schwer ist Ihr Rucksack?

…und wie lange wollen Sie ihn noch mit sich rumschleppen?

Coaching kann von Altlasten befreien

Altlasten, unverarbeitete Erlebnisse aus früheren Beziehungen können zu einer Belastung für eine neue Partnerschaft werden. Übersteigen sie ein bestimmtes Level, führen sie zum Scheitern der neuen Verbindung, wie wir bei der Partnervermittlung häufig feststellen. Ob offensichtlich oder im Verborgenen – Altlasten wirken, immer. Was sind Altlasten und welche Möglichkeiten gibt es, sich davon zu befreien um die Partnersuche Erfolg versprechend anzugehen, ein neues Date unbeschwert zu erleben und die neue große Liebe zu finden - und zu halten?

Mit der nächsten Frau wird alles anders – hatte sich Paul geschworen. Er wollte weniger eifersüchtig sein, nicht mehr so stark klammern, offener sein und mehr Beziehungszeit ermöglichen. Frühere Beziehungen waren an diesen Punkten gescheitert und nach mehr oder weniger einem Jahr hatten seine Freundinnen die Beziehung beendet. Als Paul Juliane traf, verstanden sich beide auf Anhieb blendend, verliebten sich und die ersten Wochen verliefen in jeder Beziehung positiv. Pauls Vorsätze hielten rund zwei Monate. Dann verfiel er wieder in alte Muster, die Beziehung bekam erste Risse und nach acht Monaten trennte sich Juliane von ihm.

Als Altlasten bezeichnet man unverarbeitete Erlebnisse aus früheren Beziehungen, Erfahrungen mit früheren Partnern und Ehen. Sichtbar werden Altlasten, wenn es Stress mit dem oder der Ex gibt, Streit um Kinder, Unterhaltszahlungen, Schulden usw. Weniger offensichtlich sind Altlasten, wenn es sich um Folgerungen handelt, die auf konkreten Erlebnissen in früheren Beziehungen beruhen. Beispielsweise wenn man vom anderen betrogen wurde, wegen einer jüngeren Frau verlassen wurde oder der Partner Alkoholprobleme hatte.

Lieben Sie schon oder schleppen Sie noch?

Der Rucksack wird immer schwerer

Altlasten können auch bestimmte Muster sein, die in früher Kindheit aufgrund bestimmter Erfahrungen, gebildet worden sind und das Beziehungsverhalten selbst im Erwachsenenalter bestimmten. Es sind negative und ebenso positive Erfahrungen. Vergleichbar mit einem Rucksack, den man ständig mit sich trägt, in den sämtliche Erfahrungen hineingepackt werden. Da Negatives meist im buchstäblichen Sinn schwerwiegender ist, wird der Rucksack mit der Zeit immer schwerer. Das zunehmende Gewicht beschränkt die Beweglichkeit und Flexibilität und irgendwann geht man in die Knie.

In neue Beziehungen „schleppt“ man den Rucksack mit. Und selbst beste Vorsätze helfen wenig; meist meldet sich der Rucksack nach den ersten rosaroten Wochen des „Bis-über-beide-Ohren-verliebt-Seins“ in einer neuen Beziehung wieder und Mann/Frau verfallen in alte Muster. Es gibt den ersten Knacks, die Kommunikation verändert sich, der Ton wird ein anderer, der Sex wird weniger und weniger leidenschaftlich – es hat sich etwas verändert, manchmal wissen die Partner noch nicht einmal genau, was eigentlich passiert ist.

Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dass es recht praktisch wäre, gedankliche Altlasten aus dem Kopf zu löschen, den Rucksack quasi komplett zu leeren. Im Film „Vergiss mein nicht!“ mit Kate Winslet und Jim Carrey in den Hauptrollen unterziehen sich die beiden einem neuartigen Verfahren, welches sämtliche Erinnerungen an ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Person aus dem Gedächtnis löscht – mit fatalen Folgen. Glücklicherweise ist das Hollywood und entsprechende Verfahren existieren (noch) nicht.

Wolfgang Maier, Neurobiologe, Psychiater und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn vertritt die These, dass sich negative Erinnerungen eingraben, uns unser emotionales Gedächtnis davor schützt, wieder in dieselbe Falle zu tappen. Menschen entwickeln folglich entsprechende Schutzmechanismen, um schmerzliche Erfahrungen in Zukunft zu vermeiden. Maier dazu: „Menschen, die viele Verletzungen erlebt haben und etlichen Liebeskummer durchlitten haben, sind tatsächlich vorsichtiger bei ihrer Partnerwahl“. Dabei ist die Vorsicht beim Eingehen künftiger Liebesbeziehungen vermutlich ebenso wirkungsvoll, wie die Absicht jedes Autofahrers, gesund am Ziel anzukommen. Trotzdem passieren täglich rund 7.000 polizeilich aufgenommene Verkehrsunfälle. Eva-Maria Zurhorst schreibt ihn ihrem Buch mit dem Titel „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“: „Jede innere Angst, jede Abwehrhaltung … wird sich in der Partnerschaft manifestieren“. Die Folge: Vermeidung könnte genau das anziehen, was man eigentlich vermeiden will.

Räumen Sie mit Altlasten auf!

Ohne Altlasten eine glückliche Partnerschaft erleben

Wenn also Vorsicht und daraus resultierendes Verhalten nicht die Lösung der Altlasten herbeiführt, was kann man dann tun, um in Zukunft nicht mehr ähnliche Erfahrungen zu machen? Notwendig ist eine Beschäftigung mit den eigenen Ängsten und Befürchtungen, eine Ursachenforschung und im Idealfall eine Beseitigung der Punkte, die eine künftige Partnerschaft belasten könnten. Dies ist auf unterschiedliche Art und Weise möglich. Mit einer guten Freundin oder einem guten Freund die Schwierigkeiten zu besprechen, ist ein erster Schritt, der begrenzt funktioniert. Die wenigsten werden mit einem gebrochenen Arm den Freund bitten, ihn eben mal einzugipsen, sondern sich an einen erfahrenen Chirurgen wenden. Für einen „Beziehungsbruch“ im Kopf gibt es ebensolche Spezialisten, ausgebildete Coachs, die dabei unterstützen, den Bruch zu heilen. Der „kleine“ Unterschied: Während ein gebrochener Arm in der Regel nach sechs Wochen geheilt ist, belasten negative Beziehungserfahrungen Jahre, manchmal Jahrzehnte und verhindern Verbindlichkeit und Glück in Partnerschaften, Beziehungen, Ehen und Familien. Bei der Partnervermittlung erstaunt es uns immer wieder, wie zurückhaltend Menschen sind, Unterstützung anzunehmen und entsprechend in sich selbst zu investieren. Dabei kann nachhaltiges Coaching derart positive Folgen haben, dass Kunden sich anschließend fragen, warum sie so lange alleine „herumgedoktert“ haben.

Welchen Weg auch immer man wählt, wichtig ist, zu erkennen, dass man Altlasten hat, die Absicht, den Rucksack zu leeren und die Einsicht, dass man selbst den ersten Schritt machen muss. Der Gewinn am Ende könnte eine glückliche Partnerschaft und ein erfülltes Leben sein. Ist es das nicht wert? Und, sind Sie sich das wert?

Nach unseren Erfahrungen als Partnervermittler und Coachs sowie Berichten von Kunden sind Altlasten häufige Beziehungskiller. Mit dem Angebot des (Altlasten-) Coachings bieten wir bei der Partnervermittlung unseren Kunden an, sich vor der Partnersuche davon zu lösen, da ein Dating anschließend viel erfolgversprechender sein wird.

Mit Paul war es ähnlich. In einigen Coachingeinheiten konnte er verschiedene Gedankenmuster erkennen und aufarbeiten. Während des Coachings kamen weitere Themen aus anderen Lebensbereichen (Familie, Beruf) zutage, die er auch bearbeiten wollte. Die Folge: Paul lebt seit über einem Jahr glücklich mit Tamara zusammen, gleichzeitig ist er auch beruflich erfolgreicher geworden. Haben die beiden nie Streit und hat er jetzt keine beruflichen Probleme mehr? Zweimal nein, aber sowohl die Beziehungs- wie auch die beruflichen Themen sind jetzt andere und vor allem der Umgang damit ist ein anderer. Etwa alle drei bis vier Monate gönnen sich beide ein Paar-Coaching, meist nicht um aktuelle Probleme zu besprechen, sondern um sich persönlich weiterzuentwickeln. Paul meinte kürzlich: „Für uns ist Coaching wie Wellness für die Beziehung. Anschließend ist man inspiriert, gedanklich entschlackt, hat neue Ideen, ist inspiriert und gemeinsam einen Schritt voran gegangen“.

RIA GOEHLER Partnervermittlung & Coaching

Gerne unterstützen wir auch Sie bei Ihrer Partnersuche und, sofern vorhanden, bei der Bearbeitung von Altlasten. Rufen Sie uns an, vereinbaren Sie einen Termin oder ergänzen Sie gleich Ihr Profil. Natürlich können Sie auch gleich nachsehen, ob Sie bei den Inseraten auf der Website von RIA GOEHLER Partnervermittlung einen Partner oder eine Partnerin finden, der Sie interessieren könnte.

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