Wandeln durch Handeln - 5½ Tipps um Ihre guten Vorsätze für 2017 umzusetzen

Wandeln durch Handeln - Tipps, damit Sie Ihre guten Vorsätze umsetzen

Ab 1. Januar rauche ich nicht mehr, arbeite weniger, mache mehr Sport und nehme ab… Vorsätze zum neuen Jahr haben in diesen Tagen wieder Hochkonjunktur. Die meisten davon sind bereits Mitte Januar Makulatur, rund 95 Prozent spätestens bis Ende Februar. Dabei gibt es ein paar einfache Tipps und Tricks, wie Sie die Erfolgsquote deutlich erhöhen können, damit es mit den guten Vorsätzen 2017 wirklich klappt.

Im neuen Jahr wird alles anders – diese Ansicht teilen Millionen von Menschen, Jahr für Jahr, immer wieder aufs Neue. Der Jahreswechsel ist ein willkommener Anlass, Dinge, die stören oder die man bisher nicht umgesetzt oder erledigt hat, auf die To-do-Liste der Vorhaben fürs neue Jahr zu setzen. Neben vielen anderen Vorsätzen haben sich laut einer Umfrage rund 10 Millionen Singles zu Beginn des Jahres 2016 vorgenommen, sich neu zu verlieben.

Es gibt verschiedene Theorien, warum ausgerechnet zum Jahreswechsel Menschen sich besonders viel vornehmen – und es größtewnteils in den folgenden 12 Monaten nicht erreichen. Am wahrscheinlichsten erscheint, dass das neue Jahr wie ein weißes, unbeschriebenes Blatt Papier vor einem liegt und neu beschrieben werden kann. Dabei unterliegt man einigen Irrtümern. Einer davon ist, dass der Jahreswechsel keineswegs eine Reset ist und man von Null startet. Unklar ist auch, warum ausgerechnet genau ab 1. Januar, quasi mit dem letzten Silvester-Böller, plötzlich alles ganz anderes werden sollte.

Für manchen mag es ein unterhaltsames, wenn auch am Ende meist frustrierendes Spiel sein. Wenn ähnliche Punkte bei jedem Jahreswechsel immer wieder auf der Gute-Vorsätze-Liste stehen, dann handelt es sich bei den guten Vorsätzen kaum um ernsthafte Absichten, sondern um unverbindliche Aussagen mit dem Charakter „nice to have“. Da dies dann bestenfalls in einigen Tagen oder Wochen zu der Erkenntnis führt, es (wieder) nicht geschafft zu haben, häufig auch noch von Ärger und Frust begleitet wird, ist in diesem Fall zu empfehlen, es den rund 60 Prozent der Bevölkerung gleichzutun, deren einziger Vorsatz es ist, fürs neue Jahr keinen Vorsatz zu fassen.

Dabei ist das Phänomen nur allzu menschlich. Ökonomen nennen es „Zeitinkonsistenz“. Damit wird die zeitliche Lücke zwischen dem Fassen eines Vorhabens und dem Umsetzen desselben bezeichnet. Menschen entscheiden heute, dass der Nutzen eines Rauch-Stopps im neuen Jahr groß ist. Ist das neue Jahr jedoch erst einmal angebrochen und der Rauch-Stopp steht unmittelbar bevor, werden die erforderlichen Entbehrungen und Anstrengungen für die Umsetzung höher bewertet als der künftige Nutzen. Und damit werden Wünsche und Veränderungen – mit dem Rauchen aufzuhören, abzunehmen oder sich neu zu verlieben – gleich wieder begraben.

Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, die Erfolgschancen für Neujahrsvorsätze zu erhöhen. Lesen Sie fünf Tipps, um die für Sie wichtigsten guten Vorsätze für 2017 dauerhaft in Ihr Leben zu integrieren.

Tipp #1: Knackige Ziele statt schwabbelige Vorsätze

Knackige Ziele statt schwabbelige Vorsätze

Der Vorsatz „im neuen Jahr mache ich mehr Sport“ klingt zwar gut, ist aber ähnlich trivial, wie die Äußerung „nachts ist es dunkel“. Nichtssagend, unverbindlich und unkonkret. Eine solche Aussage beinhaltet bereits die Option zum Scheitern und dies mit hoher Wahrscheinlichkeit. Was sind konkret Absicht und Ziel? Welchen Sport machen, wie häufig Sport machen, wozu Sport machen? Eine knackige Zielformulierung wäre beispielsweise „Ab 1. Januar 2017 jogge ich montags und donnerstags von 18 bis 19 Uhr“. Aus einem schwabbeligen Vorsatz wird ein sehr konkretes und – ganz wichtig – auch messbares Ziel. Jede Woche können Sie feststellen, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben oder nicht. In einigen Köpfen rührt sich jetzt sofort Widerspruch der Art „ja, aber am Donnerstag in vier Wochen muss ich meine Schwiegermutter um 18.15 Uhr vom Bahnhof abholen“. Die Antwort darauf: Dann finden Sie eine Lösung. Laufen Sie eine Stunde früher oder eine Stunde später oder bitten Sie Ihre Schwiegermutter mit dem Taxi zu fahren. Wichtig ist: Finden Sie eine Lösung und keine Ausrede. Oder: „Ja, aber ich weiß ja nicht, ob ich jeden Montag um 18 Uhr Lust zum Joggen habe. Antwort darauf: Dann laufen Sie entweder ohne Lust oder aber Sie sorgen dafür, dass Sie Lust haben. Und wenn es tatsächlich einmal nicht klappt, so what? Erkennen Sie an, dass es nicht geklappt hat und joggen Sie anschließend wieder nach Plan.

By the way: Sätze, die mit „Ja, aber…“ beginnen, streichen Sie am besten ganz aus Ihrem Repertoire. Denn mit „Ja, aber…“ beginnen Sie Gründe dafür zu finden, warum etwas nicht gehen kann. Besser ist es, einen Weg zu finden, wie etwas trotz dem einen oder anderen Hindernis doch funktioniert. Denken Sie nicht in Problemen, denken Sie in Lösungen – ein Tipp, der nicht nur für Silvester-Vorsätze gilt.

Tipp #2: Positiv formulierte Ziele

Positiv formulierte Ziele

Haben Sie Ihr Ziel gefunden, dann formulieren Sie Ihr Ziel positiv. Es gibt Studien, die belegen, dass unser Gehirn negative Formulierungen nicht oder nur deutlich langsamer erfassen und verstehen kann als positive Sätze und Formulierungen. Der Vorsatz „Ich esse nie mehr Süßigkeiten“ ist auch aus diesem Grund dysfunktional. Unterstellt man, dass das Gehirn „nicht“ nicht versteht, wird daraus die Botschaft an Ihr Unterbewusstsein „Ich esse nie mehr Süßigkeiten“ – mal ganz abgesehen davon, dass ein solches Vorhaben dauerhaft kaum umsetzbar ist. Formulieren Sie also positiv, beispielsweise „Ich genieße jeden Abend fünf Gummibärchen“. Hüten Sie sich vor Worten wie „nie“, „immer“ und ähnlichen. Derart absolute Aussagen sind meist nicht aufrecht zu erhalten, in Diskussionen werden damit leere Argumente zum Ausdruck gebracht.

Tipp #3: Ist der Berg zu hoch, läuft man erst gar nicht los

Ist der Berg zu hoch, läuft man erst gar nicht los

Weniger arbeiten, mehr Zeit für die Liebe, gesündere Ernährung, mehr Sport machen, Rauchen aufhören, abnehmen, Keller aufräumen, selbstbewusster werden, Urlaub buchen, weniger Alkohol trinken, weniger Auto und mehr Fahrrad fahren, zu überfälligem Gesundheitscheck anmelden, eine neue Fremdsprache lernen, spontaner sein, öfters tanzen gehen, mehr schlafen, weniger Shoppen gehen, weniger Geld ausgeben, mehr Geld ausgeben, weniger jammern, spontaner leben, weniger Vorsätze fassen…

Die Liste lässt sich problemlos weiterführen – und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird nichts davon umgesetzt werden. Ein häufig gemachter Fehler ist es, sich zu viel auf einmal vorzunehmen. Besser ist es, sich jeweils nur auf ein Ziel zu konzentrieren. Suchen Sie sich das für Sie wichtigste Ziel aus Ihrer Liste heraus. Nach vier bis sechs Wochen – so lange dauert es, bis eine neue Gewohnheit in Fleisch und Blut übergegangen ist – nehmen Sie sich dann das nächste Ziel vor und so weiter. Viele Vorhaben auf einmal umzusetzen gelingt fast nie. Auch deshalb, weil sich die Ziele unter Umständen gegenseitig beeinflussen. Nehmen Sie beispielsweise das Vorhaben, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie dieses Ziel damit verbinden, Ihr Gewicht zu reduzieren, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit beiden Zielen scheitern. Besser ist es, zunächst das Rauchen einzustellen und zwei Monate später sich dann um das Gewicht zu kümmern. „Ja, aber [da ist es wieder, siehe oben…] es gibt Menschen, die schaffen beides“. Ja, die gibt es – und die meisten Menschen gehören leider nicht dazu. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.

Gewohnheiten zu ändern gehört mit zu den anspruchsvollsten Zielen, die Menschen sich setzen können. Ohne Gewohnheiten und Routinen wäre unser Gehirn völlig überfordert. Denken Sie ans Autofahren, Blinker setzen, Gas geben, bremsen – nach wenigen Monaten denkt keiner mehr bewusst darüber nach. „Die Konfrontation mit neuen und komplizierten Dingen erfordert Bewusstsein, Aufmerksamkeit und Konzentration – das Gehirn strebt darum danach, alles zu routinisieren“, sagt Gerhard Roth, Professor am Institut für Hirnforschung in Bremen. Vereinfacht ausgedrückt legt das Gehirn gewissermaßen für eine bestimmte Routine eine neuronale Struktur an, die eine bestimmte Reaktion auslöst, sobald der Reiz registriert wird. Die Reaktion läuft nach einer Weile automatisch und unbewusst ab. Dabei ist es einfacher, eine neue Routine zu etablieren, als eine alte zu löschen. Fraglich ist weiterhin, ob eine alte Routine im Gehirn jemals gänzlich gelöscht wird. Ehemalige Raucher und Alkoholiker, also Menschen mit Sucht-Routinen, können ein Lied davon singen und reagieren auf bestimmte Reize häufig noch Jahre nach dem erfolgreichen Entzug.

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Dies gilt gerade und besonders für neue Gewohnheiten und neue Ziele.

Tipp #4: Seien Sie gnädig mit sich

Seien Sie gnädig mit sich

Auch die konsequentesten Menschen, Menschen, die sich und ihr Leben völlig im Griff haben, erreichen nicht immer alle Ziele. Menschen sind keine Maschinen. Haben Sie sich vorgenommen, zweimal wöchentlich Sport zu machen und es doch nur einmal geschafft, dann haken Sie die Woche ab und machen in der nächsten Woche wieder zweimal Sport. Sich selbst Vorwürfe zu machen, ärgerlich zu sein oder zu jammern ist völlig zweck- und sinnfrei. Ändern können Sie es ohnehin nicht mehr, wozu dann auch noch Ärger produzieren?

Besteht die Möglichkeit, dass Sie ein Ziel nicht erreichen? Ja, diese Möglichkeit besteht. Und es ist auch kein Drama, solange Sie etwas, was Sie sich vorgenommen haben, nicht regelmäßig nicht erreichen – dann stimmt Ihr Ziel nicht – oder aber einen Ausrutscher als Freibrief dafür nehmen, in der kommenden Woche wieder auf der Couch sitzen zu bleiben – auch dann stimmt Ihr Ziel nicht.u

Tipp #5: Wandeln durch Handeln

Wandeln durch Handeln

Wenn Sie unzufrieden sind und Ihnen eine Situation nicht gefällt, dann tun Sie etwas. Werden Sie aktiv. Wer darauf wartet, dass „sich“ etwas ändert, kann bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten und sich dann beklagen, wie böse und ungerecht die Welt doch ist. Meinen Sie wirklich, die Welt stört das? Insofern lautet die Devise: Wandeln durch Handeln. Überlegen Sie, was Ihnen nicht gefällt und wie Sie es stattdessen gerne haben möchten. Entwickeln Sie einen Plan und machen Sie zügig den ersten Schritt. Manche Menschen planen und planen und vergessen darüber, ins Tun zu kommen. Wenn Sie abwarten, bis Sie alle Informationen gesammelt haben und alle Eventualitäten bedacht haben, werden Sie niemals ins Handeln kommen, denn diese Zustände sind schlichtweg unerreichbar. Machen Sie sich auf den Weg , legen Sie los und prüfen Sie regelmäßig, ob Sie noch auf dem richtigen Weg sind – und genießen Sie Ihren Weg ab dem ersten Schritt und nicht erst den Erfolg bei Erreichung des Ziels.

2017 für Sie nur das Beste!

Für Sie nur das Beste

Auch an Silvester 2016 werden wieder rund 10 Millionen Singles den Vorsatz haben, sich 2017 neu zu verlieben. Wenn Sie einer der 10 Millionen Singles sind und wenn Sie der Meinung sind, 2017 einen neuen Weg für Ihre Partnersuche zu wählen, dann haben wir einen weiteren Tipp #5½ für Sie: Rufen Sie uns an. Wenden Sie sich an uns, an die Profis von RIA GOEHLER Partnervermittlung und Coaching. Wir sind Partnervermittler mit viel Erfahrung, Empathie, Begeisterung und gesundem Menschenverstand, erfolgreich in der Partnervermittlung seit 1996. Seit 2016 unterstützen wir Menschen zusätzlich dabei, möglicherweise bestehende blockierende Meinungen, Gedanken und Überzeugungen über Männer und Frauen, Partnerschaft und Sexualität, Familie und Kinder zu erkennen und zu wandeln. Und sofern berufliche oder finanzielle Aspekte eine Rolle spielen, haben wir auch dafür Experten.

Für das neue Jahr wünschen wir uns vor allem, dass es ein friedliches Jahr wird, dass Menschen wieder zueinander finden und aufeinander zugehen, egal wie unterschiedlich sie sind. Wir wünschen uns, dass für Konflikte Lösungen gefunden werden, die allen Menschen eine Perspektive ermöglichen.

Wir danken Ihnen, unseren Lesern, für Ihre Treue in diesem Jahr, für Ihre Anregungen und für Ihre Kritik. Uns hat es Spaß gemacht, diese Samstags-Kolumne für Sie zu schreiben. Wenn Sie die eine oder andere Idee übernehmen konnten, freut uns das. Denn der Sinn und Zweck dieser Artikel ist es, Ihnen Anregung zu geben um damit möglicherweise den Ansatz für eine Lösung zu finden.

Wir wünschen Ihnen ein gutes, frohes, erfolgreiches Jahr 2017.

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